Holz im Garten

„Papi, sind wir hier im Naturgebiet?“ fragt das kleine Mädchen seinen Vater kurz nachdem es den botanischen Garten betreten hat. Naja, es war ja schließlich kurz zuvor noch mitten in der Stadt gewesen. (Erlangen in diesem Fall). Und man ist sozusagen mit einem Schritt hier mittem im „Naturgebiet“. Auch wenn alles irgendwann einmal künstlich angelegt wurde.

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Wir befinden uns im Botanischen Garten in Erlangen, den ich gerne mal besuche, auch jetzt im Winter gibt es hier einiges zu sehen. Und Naturgebiet stimmt auch insofern, als hier viel Wert darauf gelegt wird, den Besuchern auf kleinem Raum die Natur nahezubringen.BotanischerGartenErlangen22 BotanischerGartenErlangen25

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Es ist also kein „rausgefegter“ Präsentiergarten, sondern ein ökologisch bewirtschafteter Garten mit vielen unterschiedlichen Bereichen, aus dem man sich auch immer Inspirationen mitnehmen kann. Hier werden auch zum Beispiel zwischen den Sträuchern die abgefallenen Blätter liegen gelassen, wie sich’s gehört, als Schutz für den Boden und Nahrung fürs Kleingetier.

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Einer der vielen unterschiedlichen Bereiche ist der kleine Wald. Eine Anregung, die ich vor vielen Jahren schon hier mitgenommen habe, ist es, alte Baumstämme oder Äste am Rand des Gartens liegen zu lassen und sozusagen in die Gestaltung mit einzubeziehen. Die Baumstämme können zum Beispiel als Beetbegrenzung genutzt werden. Oder als originelle Sitzgelegenheit.

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Botanischer Garten Erlangen

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In meinem Schrebergarten musste ich vor 10 Jahren mal eine kaputte Zwetschge fällen lassen. Da dort der Abtransport der Baumstämme sehr schwierig ist (man kommt mit keinem Fahrzeug wirklich in die Nähe des Gartens) habe ich beschlossen, die Baumstämme und Äste in den Garten zu integrieren. Was ich nie bereut habe.

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Botanischer Garten Erlangen

Die Stämme liegen an einem Rand des Gartens und grenzen unter anderem die Kompostecke ab. Ich denke, es lässt sich in fast jedem Garten, auch wenn er klein ist, eine Ecke finden, die man so natürlich gestalten kann. Gerade unter größeren Sträuchern fallen die Baumstämme im Sommer oft nicht einmal auf. Bald machen sich die nützlichen Käferlein darüber her und in ein paar Jahren haben sie aus dem Holz den schönsten Kompost gemacht.  Jedenfalls war ich bisher noch nie auf dem Recyclinghof für Grünabfälle. Dieser befindet sich direkt in meinem Garten.

Größere Äste staple ich mittlerweile einfach. Das sieht gar nicht so schlecht aus. Und schon ist aufgeräumt. Aber ein Garten ist schließlich kein Wohnzimmer, sondern „Naturgebiet“ da hat das Mädchen schon recht.

Da fällt mir auch noch ein schöner Spruch aus Kindermund ein: Als mein Sohn noch klein war, fragte er mich mal im Urlaub auf der Nordseeinsel, wie denn das „Seehundverhältnis“ sei.
Ich habs eine Weile nicht kapiert…
Tage später zeigte er mir dann die Schautafel, die wir mal studiert hatten, auf der steht, wie man sich richtig verhält,  wenn man einen Seehund findet.
Das also war das Seehundverhältnis. Eigentlich logisch.

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