Quittenwoche: Rezept Quittenmus

Es werden einfach nicht weniger… Die ganze Woche koche ich schon Gelee und Marmelade, meist spätabends, öfter auch ganz früh morgens. Ich bin dann auch froh, wenn ich erst mal ein Jahr lang keine Quitten mehr sehe…Hummelstein-Blog_Quitten_3

Größere Mengen koche ich gerade als Quittenmus ein.

Hier habe ich 2 Zubereitungsarten ausprobiert.

Bei der ersten raspelt man die Quitten. (Natürlich vorher wieder den Flaum abreiben und waschen) Jetzt wärs perfekt, wenn man eine Küchenmaschine hätte, in der man so schön alles durchschreddern kann. Die habe ich aber nicht (nein, ich möchte auch keine zu Weihnachten geschenkt, falls hier jemand aus der Familie mitliest…ich hab schon genug rumsteherle und die Schränke sind voll…)

Also wird bei mir auf der ollen Vierkantreibe per Hand geraspelt. Das ist ein gutes Muskeltraining. Die Quitten lassen sich erstaunlich gut reiben, wenn man bedenkt, wie schwer sie zu schneiden sind.

Hummelstein-Blog_Quittenmus

Irgendwo in diesem Topf muss auch ein kleiner Raspel von meinem Daumen schwimmen. Tut echt höllisch weh…

Ich reibe also alles mitsamt der Schale, bis auf das Kerngehäuse.

Die Raspel werden mit derselben Menge Wasser und 1 Kg Zucker etwa 1 Stunde gekocht. Und dann wie gehabt in sterilisierte Gläser abgefüllt.

Dieses Quittenmus wird nicht so fein, aber ich denke mir, es eignet sich ganz gut zum Kuchenbacken, weils noch etwas Biss hat.
Zum Beispiel Streußelkuchen. Vielleicht auch noch eine Schicht Quarkcreme unter die Quittenmusschicht, dann wirds nicht zu süß.

Die andere, Variante Quittenmus ist feiner, jedenfalls was die Konsistenz betrifft. Eigentlich macht man das Quittenmus aus den Resten, die von der Geleeherstellung übrigbleiben. Ich habe aber so viele Quitten und schon soviel Gelee, dass ich nur Mus mache. Die Quitten werden also in Wasser gekocht, und dann kommt die Flotte Lotte ins Spiel, die ich mir ausgeliehen habe. Jetzt darf der Sohn seine überschüssige Muskelkraft einsetzen. Die Quitten werden durch die Lotte gedrückt und  püriert. Für ein noch feineres Mus nochmal durch ein Sieb streichen. Danach 1 Kilo Quittenmus mit 500g Zucker aufkochen, 10 Minuten kochen und abfüllen.
Das Quittenmus könnte man z. B. für die leckeren Birnentoasts mit Gorgonzola verwenden.

Am Wochenende wird noch eine Quittentarte gebacken, dann ists aber auch gut. Die Reste werd ich wohl den wilden Tieren im Garten – dazu zähle ich auch die Kompostwürmer – opfern.

Hummelstein-Blog_Quitten_SternanisAch ja, hätt ich fast vergessen, Quittenmarmelade mit Kardamom und Sternanis hab ich auch gemacht. Schmeckt sehr weihnachtlich. Damit könnte man vielleicht ein paar Spitzbuben füllen? Mal sehn.

Hummelstein-Blog_Quitten

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5 Gedanken zu „Quittenwoche: Rezept Quittenmus

  1. Anna Autor

    Ja, du hast recht. Im Rezept für die Toasts stand Quittenpaste. Ich hätte jetzt aber einfach das Quittenmus für Quittenpaste verkauft…
    Ich muss nochmal forschen, ob ich für die Paste ein Rezept finde.

    Antwort
  2. Anna Autor

    Quittenpaste ist anscheinend wie Quittenpüree, nur noch konzentrierter.
    2kg Quitten mit 120ml Wasser kochen, und pürieren, evtl. durch Sieb streichen.
    500g Püree mit 250g Zucker nochmal 45 Minuten kochen.
    In eine rechteckige Form gießen und abkühlen lassen. In Vierecke schneiden und in Wachspapier eingewickelt in einer Dose lagern.
    Passt gut zu Käse.

    Antwort
    1. Thomas

      Besser noch bei 50 Grad im Ofen trocknen lassen, danach in Kristallzucker wälzen oder auch mit Schokoladenglasur überziehen. Heißt auch Quittenbrot oder Quittenkäse (obwohl es natürlich geschmacklich mit Käse nichts ähnlich hat)

      Antwort
  3. Anna Autor

    Ja, das mit dem Trocknenlassen find ich noch besser. Das blubbert und spritzt dann bestimmt auch nicht so… und kann nicht anbrennen. So werd ichs machen.

    Antwort

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