Quittenwoche: Rezept Quittengelee

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Um Quittengelee zu machen, braucht man erst mal Quittensaft.
Die Quitten werden dazu gekocht:
Als erstes die Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen. Dann waschen. Die Quitten in Würfel schneiden, und wer das noch nie gemacht hat, sollte hier gut aufpassen, man kann sich dabei leicht verletzen, die Quitten sind sehr hart und man rutscht leicht mit dem Messer ab.

Hummelstein-Blog_Quitten1Ich nehme dafür das größte und schwerste Messer das ich habe. Auch ein gutes Brotmesser eignet sich dafür. Damit hacke ich erst mal, wie mit dem Beil in die Quitte, so dass das Messer schon mal drinsteckt, und dann drücke ich mit beiden Händen das Messer nach unten ganz durch. So habe ich die Finger immer über dem Messerrücken. Die Hälften teile ich dann genauso in Viertel und kleinere Stücke.

Für manche Gerichte kann man jetzt mit einem kleineren Messer das Kerngehäuse entfernen. Für Quittengelee ist das aber nicht nötig, im Gegenteil, ein Großteil vom Geschmack ist in Kerngehäuse und Kernen, also einfach mitkochen. Man sollte einzig den Stiel und die Blüten entfernen.

Jetzt 1,5 Kilo Quitten mit 1,5 Liter Wasser ca. 45 Minuten weich kochen.

Ein großes Sieb oder Nudelsieb mit einem feuchten Küchentuch auslegen und auf eine große Schüssel oder Topf stellen. Den Saft mit den Quitten hineingießen und abtropfen lassen. Am besten gleich über Nacht stehen lassen, es tropft recht langsam ab. 
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Meine bewährte Methode, das Passiertuch über die Stuhlbeine zu spannen funktioniert auch ganz gut.
Ich habe dafür mal ein Passiertuch gekauft, das inzwischen alle Farben des Regenbogens hat von den verschiedenen Säften. Macht nichts, man kann das ewig so verwenden. In die Waschmaschine, und danach noch ein paarmal gut mit klarem Wasser ausspülen.

Diesmal habe ich den Quittensaft anders gemacht, und zwar mit dem Dampfentsafter. Das geht bei vielen Früchten ganz gut, aber die Quitten, die ja recht trocken sind, geben ihren Saft nur sehr ungern ab, und es dauert sehr lange. Ich finds jetzt nicht unbedingt einfacher, als das ganze einfach in Wasser zu kochen… aber einen Versuch wars wert.

Fürs Gelee muss man jetzt einfach die auf der Packung angegebene Menge von Saft mit Gelierzucker mischen. Wichtig ist noch, dass der Saft erst mal kalt ist!
Nie den Gelierzucker in den heißen Saft geben!

Das ganze dann aufkochen lassen und mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann natürlich in sterilisierte, heiße(!) Gläser abfüllen, Deckel drauf und für
10 Minuten umgekehrt auf den Deckel stellen.

Gläser sterilisiert man einfach, indem man sie für 10 Minuten bei 120 Grad in den Backofen stellt. Die Deckel währenddessen in Wasser kochen, denn sie vertragen die trockene Hitze im Backofen nicht gut. Die Gläser erst kurz vor dem einfüllen aus dem Ofen nehmen, denn sie sollen noch heiß sein beim Einfüllen.

Ums jetzt noch raffinierter zu machen kann man zum Schuss noch 6 EL Rum in den Kochtopf geben.
Oder eine andere Variante: mit den Quitten 6 unbehandelte, geviertelte Zitronen mitkochen.

Noch ein Tipp:
In die Salatsauce ein Löffelchen Quittengelee rühren!
Unbedingt mal probieren.

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