Tomatenernte. Ein Hoch auf die Sortenvielfalt!

Die Tomatenzucht lohnt sich immer wieder, vor allem deshalb, weil es so viele gutschmeckende Sorten gibt, die man nirgends kaufen kann. Dieses Jahr habe ich wieder einige unterschiedliche Tomatensorten angebaut.Tomaten_Hummelstein_Blog

Und alle übertreffen im Geschmack bei weitem die Einheitstomate aus dem Gemüseladen. Selbst die schönste Bio-Strauchtomate kann da nicht mithalten. Im Vergleich haben die eine zu dicke Schale und zuviel „Glibber“ innen.

Obwohl es die Pflanzen im kalten Juni sehr gebeutelt hat, und sie das Wachstum für einige Zeit ganz eingestellt haben, ist es doch noch ein ganz passables Tomatenjahr geworden.
Vor allem mit meinen großen Fleischtomaten bin ich sehr zufrieden. Sie bringen schon mal mehr als ein Pfund auf die Waage und sind trotzdem sehr schmackhaft.

TomatenernteAus einer einzigen Tomate habe ich letztens diese große Platte Tomatensalat geschnitten.
Die Fleischtomate ist nicht so knallrot, eher etwas blass. Sie reift aber von innen nach aussen. Wenn sie aussen rot ist, ist sie also innen nie mehr grün. Und sie hat schön viel festes Fruchtfleisch.

Am liebsten esse ich sie einfach in dicke Scheiben geschnitten, gesalzen, gepfeffert, mit Zitrone oder Balsamico und gutem Olivenöl. Mit etwas Ziegenkäse und Brot ist das eine komplette Mahlzeit. Eine ganz exklusive und nur ganz kurze Zeit zu haben. Ich finde übrigens diese Tomaten zu schade zum Kochen.

Tomaten_Hummelstein_Blog5

Auch die gelbe Tomate schmeckt sehr gut und macht optisch optisch viel her.

Sehr lecker auch die hängende Wildtomate Small Egg. Viele Wochen lang liefert sie schon leckere kleine längliche Schnabuliertomaten, die man auch gut in die Pausenbox einpacken und mitnehmen kann. Fürs Tomaten essen ohne Besteck und Schweinerei.
Die Wildtomate lässt man einfach *wild* wachsen,  ohne sie auszugeizen (also die Neutriebe in den Blattachseln zu entfernen) wie die anderen Tomaten. Also perfekt für den *faulen Gärtner* (und das bin ich auch mal gern).

Wildtomate_Hummelstein_Blog5

Wildtomate Small egg

Leider kenne ich die Sortennamen meist nicht, weil ich viele Pflänzchen geschenkt bekommen habe, von einer älteren Dame, die sich die Samen extra von ihren Enkeln aus dem Ausland bringen lässt. Bei uns sind die schwer zu bekommen.

Ausser z. B. hier bei den Stadtgärtnern, die sich für die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzen.
Hier kann man im Mai  Pflänzchen in vielen Interessanten Sorten kaufen. Das kann ich nur unterstützen.

Übrigens, sehr viel Arbeit hatte ich  gar nicht mit den  Tomaten. Einmal mit Tomatendünger gedüngt, ansonsten mit Brennnesseln gemulcht, und ab und zu verdünnte Brennnesseljauche gegossen.

Nicht mal die sonst übliche Braunfäule haben sie heuer bekommen. Der Sommer war einfach zu sonnig dafür. Jetzt, wo s langsam ungemütlich wird werden sie mit Folie abgedeckt. Erst der erste Frost wird ihnen den Garaus machen. Dann kann man die unreifen Tomaten vorher ernten und in der Wohnung nachreifen lassen.

Diesen tollen Tipp zum Erhalt der Samen habe ich mal in einem Blog gelesen, ich weiss leider nicht mehr wo:

Das innere der Tomaten, also *Glibber* mit Samen  auf Papier streichen und trocknen lassen. Dann das Papier falten, beschriften, in einzelne Stückchen schneiden und ab damit ins Gefrierfach. (vielleicht gehts sogar ohne trocknen)
Im Frühjahr einfach die Papierstückchen mitsamt der Samen in Töpfchen *pflanzen*.

Also, weg mit der Einheitstomate, her mit der Sortenvielfalt!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s