Geerntet: Puffbohnen

Die Puffbohnen, auch dicke Bohnen genannt, kennen viele Leute gar nicht. Auch sieht man sie nur sehr selten auf dem Markt oder im Gemüseladen (die Bohnen, nicht die Leute…). Im Supermarkt gibts sie so gut wie gar nicht. Das liegt vielleicht daran, dass sie nicht sehr lange lagerfähig sind, und somit unpraktisch im Verkauf. Sie schmecken aber sehr fein, und das ist schon ein guter Grund sie anzubauen.Puffbohnen_Hummelstein_Blog1
Ausserdem stellen sie wirklich keine großen Ansprüche.
Im Gegensatz zu den anderen Gartenbohnen, die es warm mögen, kann, bzw. sollte man sie schon sehr früh aussäen, ab Mitte Februar bis Mitte März. Etwas Frost macht ihnen gar nichts aus.
Die Bohnen brauchen keine Stütze und wachsen von selber aufrecht. Je nach Sorte werden sie ca. 80 bis 120 cm hoch.Puffbohnen_Hummelstein_Blog5

Auch gedüngt werden müssen sie nicht, es schadet ihnen im Gegenteil eher, denn die Düngung verzögert die Bildung der Knöllchenbakterien, und damit die Ernte des Luftstickstoffes, wie ich gelesen habe.
Sie sollten nur in der Blütezeit gut mit Wasser versorgt werden, damit sich die Bohnen gut ausbilden.

Puffbohnen_Hummelstein_Blog4

Puffbohnen in der Blüte

Puffbohnen gedeihen überhaupt am besten in regenreichen Gebieten, bei saurem Boden sollte man kalken.
Man erntet die Bohnen nach und nach, dann wenn sie schön dick und gefüllt erscheinen.
Die Hülsen öffnen und die Bohnenkerne herausnehmen.
(Bei manchen Rezepten kocht man sie auch mitsamt der Hülsen und enthülst sie danach)

Puffbohnen_Hummelstein_Blog2Am liebsten verwende ich sie bei diesem Wetter einfach für einen kalten Gemüsesalat.

Dazu nehme ich die Bohnen aus den Hülsen und blanchiere sie einige Minuten in Salzwasser.
Sie brauchen nicht lange, je nachdem, wie zart sie sind.
Dann unbedingt in Eiswasser abschrecken, so behalten sie auch die schöne hellgrüne Farbe. Wenn man sehr ausgereifte Exemplare hat, kann man auch nochmals das äußere Häutchen entfernen, nach dem Blanchieren, aber ich finde, meist ist das nicht nötig. Diese hier sind auch so zart.
Dann einfach mit Salatsauce anmachen, zusammen vielleicht mit blanchiertem Mangold,  Brokkoli, und Karotten.
In die Salatsauce am besten noch eine Knoblauchzehe geben, und mit gutem Olivenöl nicht sparen. Zusammen mit geröstetem Weißbrot ist das ein gutes Mittagessen.
Das blanchierte kalte Gemüse kann man gut ins Büro mitnehmen, und kurz vor dem Essen mit Dressing anmachen.

Hier noch ein Rezept:

Dicke-Bohnen-Dip, nach türkischer Art:

100ml Olivenöl
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/4 TL Chilipulver
300g dicke Bohnen, enthülst
1 große Knoblauchzehe, gehackt
200ml Wasser
Oregano
Salz und Pfeffer
Saft von 1 Zitrone
6 Scheiben Brot, geröstet und halbiert.

Öl in der Pfanne erhitzen und Kreuzkümmel und Chilipulver darin kurz rösten:
Bohnen, Knoblauch und Wasser zufügen, und 10 Minuten köcheln.
Bohnen abseihen, aber die Flüssigkeit aufheben.
Bohnen mit Oregano im Mixer pürieren, nach und nach das restliche Olivenöl zugeben.
Mit der Kochflüssigkeit verdünnen, bis sie die Konsistenz eines Dips hat.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, und mit dem übrigen Olivenöl beträufeln.
Mit Weißbrot, oder Pitabrot servieren.

Nächste Saison werde ich bestimmt wieder Puffbohnen anbauen, und dann noch früher säen, als dieses Jahr. Es war aber auch ein Mistwetter im Frühjahr…

Übrigens, falls ihr denkt, ich esse nur so wahnsinnig gesundes Zeugs, das stimmt nur zum Teil. Eigentlich esse ich mittags gern Salat, um mir nachmittags ohne allzu schlechtes Gewissen eines dieser Kreationen zu genehmigen:Konditorei RittinghausenWer in Nürnberg wohnt, und Süßes mag sollte unbedingt hier vorbeischaun. Von aussen ist der kleine neue Laden völlig unspektakulär, aber hier gibts die feinsten französischen Patisserie-Spezialitäten, von der Konditomeisterin selbst gemacht. Nachdem hier leider so viele kleine Läden in letzter Zeit geschlossen haben, muss ich unbedingt für diesen hier Werbung machen (die Gute weiss gar nichts davon…) und hoffe, dass es ihn noch lange gibt!

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