Gartengiganten

Normalerweise freu ich mich auch wenn die Pflanzen in meinem Garten größer werden. Aber manche übertreibens wirklich… Sie werden zu Giganten und sind nur sehr schwer wieder loszuwerden.

Vor etlichen Jahren hatte ich eine Korkenzieherweide aus einem gekauften Blumenstrauß am Eingang des Gartens eingepflanzt. Ist ja ganz einfach, die wurzeln ja schon in der Vase und der Florist gab mir auch den Tipp, dass man sie einpflanzen kann.
Ich hatte mir allerdings damals noch nicht viele Gedanken über die Größe gemacht.

So sieht sie nun aus, und dabei hatte ich sie im Frühjahr erst komplett auf Kniehöhe gestutzt.Hummelstein_Blog_Giganten4

Wenn ich nicht vor kurzem erst einige dicke Äste entfernt hätte, würde Sie schon mein Fahrrad auf dem „Parkplatz“ verschlungen haben.
Die Weide hat zwar noch eine Größe, die überschaubar ist, aber ich habe Sorge, dass das mal anders wird, und sie auch durch Rückschnitt nicht mehr einzudämmen ist.

Eigentlich hätte ich es ja wissen können, ich schimpfe ja selber immer über verschiedene achtlos angepflanzte Kleinigkeiten, die viel zu groß für ihren Platz werden wie zum Beispiel die Lärche vorm Haus, die inzwischen am 5. Stock angekommen ist, und die unteren Wohnungen verdunkelt.Hummelstein_Blog_Lärche_coll

Oder diese Schönheit hier, an der ich jeden Tag vorbeifahre, war sicher ursprünglich auch nicht so groß geplant. Sie überragt das Haus um das Doppelte und ist viel zu riesig und dunkel für den kleinen Vorgarten.

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Übrigens hab ich selber noch ein ähnliches Exemplar im Kleingarten stehen, ein Erbstück der Vorvorpächter.

Hummelstein_Blog_GigantenBestimmt war sie mal ein ganz süßes kleines Bäumchen, die Reihe bestand aus mehreren verschiedenen Exemplaren, die früher, als es die Buchenhecke noch nicht gab den Sichtschutz bilden sollten.

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe eine kleine  „Waldecke“ auch als Sichtschutz vor den Kompostplatz draus gemacht. Der Baum wird aber eines Tages auch wegkommen, im Kleingarten sind solche Nadelbäume eigentlich eh nicht erlaubt.

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Hier habe ich übrigens eine Einfassung aus Baumstämmen und großen Ästen gemacht – vom kaputten Zwetzschgenbaum der gefällt werden musste – die Baumstämme wurden einfach der Länge nach an den Rand des Rasens gelegt.
So hat man kein Problem mit der Entsorgung der Baumstämme, sieht sehr natürlich aus, und in ein paar Jahren sind sie morsch und werden von – Käfern zerlegt – immer weniger.
So hab ich das auch im Botanischen Garten Erlangen im Waldbereich gesehen.

Mehrere Koniferen hab ich schon entfernt. An den Überresten, die momentan vom Sohn zum Klettern und über den Zaun gucken unbedingt noch gebraucht werden, kann man erahnen, wie groß die war.

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Zurück zur Weide, ich denke, ich sollte bald handeln bevor der Stamm so dick wird, dass ich ihm nicht mehr Herr werde…

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Ich befürchte auch,  dass sogar nachdem ich ihr mit der Säge zuleibe rücke später ständig neue Triebe aus dem Stamm treiben könnten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir ist auch noch die Geschichte einer Freundin im Sinn, die vor vielen Jahren im Hinterhof der Altstadtwohnung auch eine solche Weide gepflanzt hatte, und die nach 10 Jahren den ganzen Hinterhof eingenommen hatte. Die Bewohner sind irgendwann geflüchtet und ausgezogen… (Hatte vielleicht auch noch andere Gründe.)

Habt ihr auch Erfahrungen mit Exemplaren, die einfach zu gigantisch wurden?

Die Größe kann man ja eigentlich auch nicht den Bäumen anlasten, die Pflanzen können ja nix dafür dass wir keine 2000-Quadratmeter-Gärten haben. In einem großen Waldgarten mit ein paar Felsbrocken sähe so ein Baum bestimmt gar nicht so schlecht aus…

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