In den Heidelbeeren

Seit langem war ich mal wieder Heidelbeeren sammeln. „In den Heidelbeeren“, wie man so sagt.Heidelbeeren - 7

Heidelbeeren - 2
Heidelbeeren sind einfach was besonderes. Es gibt sie nur ganz kurze Zeit, sie haben einen unverwechselbaren Geschmack, und man kann sie nicht im Garten anbauen, die Kulturheidelbeeren sind einfach nicht dasselbe und schmecken vergleichsweise fad.
Heidelbeerpflücken ist wahrlich eine mühsame Angelegenheit. Aber man wird dafür belohnt.
Ich habe mir dafür einen Heidelbeerkamm zugelegt, wie ich ihn schon seit meiner Kindheit kenne.
Ich höre immer wieder, dass die Verwendung von Heidelbeerkämmen verboten wäre. Das halte ich aber für ein (verbreitetes) Gerücht. Soweit ich weiss, ist das gewerbliche Pflücken von Heidelbeeren in unseren Wädern verboten. Wer aber mal selber Heidelbeerpflücken war, merkt sehr schnell, dass sich damit kaum Geld verdienen liese.
Dass man damit die Stauden beschädigen würde, kann ich nicht bestätigen. Da müsste man ja schon sehr rabiat vorgehen, was sich schon deshalb nicht empfiehlt, weil man dann statt der Beeren eher Blätter oder Zweiglein im Eimer hätte.
Mit dem Kamm streicht man eh nur leicht von aussen an den Sträuchern, so wie man sich nach dem Duschen ja auch nicht mit der Bürste quer durch die Haare rauft, sondern vorsichtig von unten nach oben zupft. Ich habe damit noch nie auch nur annähernd eine Staude ausgerissen oder beschädigt.
Ich finde einfach, es geht etwas schneller und einfacher, als mit dem Fingern.
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Vielleicht stammt die Abneigung gegen Heidelbeerkämme noch aus der Nachkriegszeit, wo mit Sicherheit sehr viel mehr gepflückt wurde als jetzt, und viele Schulkinder sich damit ihr Geld verdient haben. Auch meine Mutter erzählt, dass sie sich in einem Sommer mit Heidelbeerpflücken das Geld für einen Wintermantel verdient hat. Das war mit Sicherheit hart verdientes Geld… Es dauert lange, bis man mal ein Kilo Beeren beisammen hat.
Damit ist auch klar, warum die Beeren auf dem Markt so teuer sind. Woher die kommen? Weiss ich nicht. Ich nehme mal an, hauptsächlich aus Osteuropa.
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Ich bin mir auch nicht sicher, ob das mit dem Fuchsbandwurm nicht auch so ein Gerücht ist.
Ich habe mal gelesen, dass es bei uns noch nie einen Fall von Fuchsbandwurm bei Menschen gegeben habe, und die Angst davor völlig irrational wäre. Ich habe auch noch nie von einem Fall gehört.
Und ich esse die Beeren auch nicht roh, sondern gekocht, bzw. gebacken. Dann kann eh nichts passieren.

Beerenstauden findet man im lichten Schatten. Es sollte also nicht zu dunkel sein im Wald, aber natürlich sollten auch Bäume da sein. In praller Sonne gedeihen keine Stauden.

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Hier meine Tipps zum Heidelbeerpflücken:

  • Feste Schuhe und lange Hosen tragen. (Alte Hosen!) Das verhindert Kratzer, Schrammen, und Ungezieferstiche an den Beinen und Füßen. Ausserdem zerquetschte Beeren zwischen den Zehen.
  • Weit, weit in den Wald hinein. Da, wo man möglichst keine Spaziergänger mit Hunden mehr trifft. Keinesfalls pflücke ich die Beeren direkt neben dem Weg. Wegen der Hundepinkelgefahr. Am besten geht das mit dem Rad auf kleinen Waldwegen.
  • Wenn man nur wenige Beeren findet, am besten gleich etwas weiter fahren, es dauert manchmal, aber man findet meist bessere Plätze.
  • Mehrere Gefäße dabei haben. Ein kleineres zum Zwischensammeln und einen größeren Eimer mit Deckel.
    Wem schon mal der einzige Eimer mit Heidelbeeren aus versehen umgefallen ist, der weiss, wie ärgerlich das ist.
  • Wenn man mit dem Fingern pflückt kann man sich einen Joghurtbecher mit Henkel gut an den Gürtel binden. Dann hat man beide Hände frei.
  • Feuchttücher mitnehmen zum Händesäubern hinterher, dann sieht man auf dem Heimweg mit dem Rad nicht gleich aus wie der Axtmörder😉
  • Getränk mitnehmen. Aus Erfahrung kann ich sagen, man ist meist länger unterwegs als man denkt. Wenn man ein gutes Plätzchen gefunden hat, kann man kaum aufhören.

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Ja und was mache ich aus den Beeren?
Also sowas hatte ich mir inetwa vorgestellt…
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Ranzenbepflanzung

Endlich Sommerferien! Und weg mit den ollen Schultaschen!
Ach ja, und der Sohn ist auch schon aus dem Schultaschenalter raus, die Ranzen sind für Oberstufler ja völlig uncool. Schon zu meiner Schulzeit lief man da nur noch mit Ordnern unterm Arm durch die Gegend. Eigentlich ja sehr unpraktisch, aber was tut man nicht alles…
Vielleicht wär das ja eine Idee zur Weiterverwendung😉

Hummelstein-Blog - 1Gesehen mitten in Bayreuth. Ob das ganze zur gerade stattfindenden Landesgartenschau Bayreuth gehört, war nicht so ganz klar, aber zu vermuten.

Hummelstein-Blog - 2In jedem Fall haben die recycelten Ranzen hier noch eine sinnvolle Funktion im Bereich urban gardening.😉

Mit dem Rad zu den Isarquellen

Wer erinnert sich noch, als Willy Michl vom Isarflimmern sang… Ewig ist es her. Willy Michl war noch jung, und ich noch jünger. Er hatte einen Dackl dabei, der mit ihm jodelte. In einer legendären Kneipe in Rummansfelden im bayrischen Wald. Ein tolles Konzert. Willy Michl sang also vom Isarflimmern. und jetzt, über 30 Jahre später hab ichs gesehen.

Aus dem Karwendelgebirg,
springt a gloana Bach,
er is so wuid hinta Scharnitz,…

Dorthin sind wir geradelt. Zu den Isarquellen. Von München-Pasing, über den Starnberger See – Murnau – Garmisch – Mittenwald – Scharznitz. Durch idyllische Landschaften, vorbei an den stillen Osterseen, durch Wiesen und Wälder, immer die Berge im Blick. Und tatsächlich, dieses mal bei herrlichem Radl-Wetter am Fronleichnams-Wochenende.
Bis zu den Isarquellen im Karwendelgebirge.

Starnberger See

Starnberger See

Osterseen

An den stillen Osterseen vorbei

Fohnsee

Im Fohnsee könnte man bestimmt schön schwimmen, wenn das Wasser wärmer ist

Russenhaus bei Murnau

Das berühmte „Russenhaus“ bei Murnau wo Gabriele Münter und Wassily Kandinsky lebten.

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Auch Ende Mai sind die Berge noch schneebedeckt

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Radeln durch Idyllische Landschaften

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Bei den „7 Quellen“ bei Eschenlohe

Partenkirchen

Hinter Partenkirchen gings steil bergauf. Es gibt aber auch einen einfacheren Weg.

bei Mittenwald

Hier kann schon mal eine Kuh den Radweg blockieren…

Hinter Scharnitz gehts dann hinein ins Hinterautal, immer leicht bergauf.

Isarradweg - 7Isarradweg - 12

Hier wirds dann richtig spektakulär, zwischen den Felswänden des Karwendelgebirges rauscht die Isar hindurch. Links und rechts der Isar im Hinterautal ragen die Felswände des Karwendel hinauf.

Isarradweg - 8Isarradweg - 9Isarradweg - 18Isarradweg - 13Isarradweg - 21

Rolling Stones im Flußbett,
träumen von Lady Jane,
das Ufer träumt vom Liebespaar,
und s’Gebirg vom Jennerwein,
und da Fluß träumt von millionen Jahren,
und laft oiwei so dahin,
in seim ewigen Tal? smaragdengrün?
des is des Isarflimmern mitten im Paradies,
i sog eich des is
des Isarflimmern mitten im Paradies
(Willy Michl)

Isarradweg - 19Isarradweg - 10Isarradweg - 11
Die Isar ist wirklich wild. Und sie flimmert tatsächlich in der Sonne. Sie tost von Anfang an durchs Gebirge und nimmt eine riesige Geröllmenge mit sich. Sieht aus wie auf einer riesigen Baustelle, aber es ist die Natur.

Isarradweg - 14

Die Isarquellen.

Isarradweg - 15

Kurz hinter den Isarquellen liegt schön einsam die Kastenalm. Hier gibts leckeren Kuchen und Brotzeit.

Isarradweg - 16Isarradweg - 17Die Kastenalm ist unser Wendepunkt. Von hier aus gehts bergab… naja, nicht ganz.

…und weida geht’s zum Sylvenstein,
da muaß a nei,
Fall? Lenggries? Bad Tölz? Bairawies,
und dann in der Pupplinger Au,
wird die Zeit angehalten,
in da Sommasonna auf dem weißen Kies,
i sog eich des is,
des Isarflimmern mitten im Paradies,

Auch auf dem Rückweg am Isarradweg Richtung München gibts auch noch ein paar Steigungen zu bewältigen.Durch Scharnitz, Mittenwald, Wallgau zum Sylvenstein, Lengries, Bad Tölz, die Pupplinger Au, nach München. Au Backe, das waren zuletzt 120 km an einem Tag… da war ich echt platt.

Am Sylvenstein-Stausee

Am Sylvenstein-Stausee

Trotzdem musste ich am nächsten Tag noch die Isar in München ein bisschen verfolgen, und den englischen Garten. Sogar die Nackerten an der Isar hab ich gesehen, von denen im Lied gesungen wird. Schon in den Morgenstunden, wenn das Gras noch Taunass ist… Die Münchener sind da nicht zimperlich.
Fazit: Eine wunderschöne, sehr abwechslungsreiche Tour. Die Isarquellen der Höhepunkt der Reise, aber auch ansonsten herrliche Landschaftstour. Am schönsten auf dem Hinweg Richtung Süden, wenn man sich immer mehr den Bergen nähert. Man fährt fast immer weit abseits der Straßen. An manchen Stellen durch Wald und Schotter ist mein Trekkingrad nicht ganz geeignet. Hier wäre eine Federgabel bzw. ein Mountainbike nicht schlecht gewesen. Aber dafür rollts dann auf der Ebene besser…
Ansonsten ist die Tour auch für durchschnittliche Fahrer, wie mich gut zu schaffen. Allerdings auch mit einigen kurzen heftigen Steigungen, für mich als Flachlandfahrerin nicht ganz einfach, aber zur Not schieb ich da auch mal. Ansonsten gehts kontinuierlich leicht bergauf, das ist leicht zu schaffen. Auch die Strecke Garmisch-Mittenwald-Scharnitz ist leicht zu fahren, weil die Steigung nicht zu schwer ist. Hier hatte ich anfangs bedenken, aber es war hier überhaupt kein Problem.
Quartiersuche: War nicht so einfach am Brückentagwochenende. Allgemein muss man sagen: Hier herrscht meist der Charme der 70er Jahre. Die Preise sind allerdings eindeutig von heute. Die Landschaft ist so schön, da muss man wohl nicht viel investieren, um die Zimmer voll zu kriegen… das ist wohl im Voralpenland so. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Wir haben die Tour in 4 einhalb Tagen gemacht. Man könnte dafür auch locker 6 Tage einplanen. So viel Zeit hatten wir aber nicht.
Auf dem Rückweg könnte man auch mit der S-Bahn abkürzen. Oder verlängern und einen Schlenker an den Tegernsee machen…

Isarradweg - 1

Diese Markierung ist mir hier ständig begegnet.😉

Prädikat: sehr empfehlenswert!
Vielleicht schaff ich heuer auch noch den Weg der Isar von München bis zur Mündung in die Donau…?

Woher kommt das Loch im Baumstamm ???

Einen Riesenschreck habe ich bei meinem letzten Gartenbesuch bekommen…
Ich weiss nicht, wie lange das schon so ist, jedenfalls finde ich im Stamm des Apfelbäumchens, das gerade noch so schön geblüht hat ein großes Loch!

Loch_im_Baumstamm - 1Es sieht beim ersten mal auch noch sehr frisch aus (ich hatte keine Kamera dabei, das hier ist schon 2 Tage später).
Noch nie habe ich etwas ähnliches gesehen. Ich hoffe sehr, dass das Bäumchen das überlebt. Also so klein ist es ja nun auch wieder nicht das Bäumchen, und steht schon mehrere Jahre hier.
Es gibt keine Spuren, dass das Loch von einem menschlichen Gartenfeind gemacht wurde. Ausserdem ist es relativ weit unten, auf ca. 1m Höhe.
Im Netz habe ich gelesen, dass es Holzwespen gibt, die Löcher in Baumstämme machen können. Allerdings sehen die anders aus und sind glattrandig.
Meine einzige Erklärung bis jetzt ist, dass die Holzwespen ein Loch gebohrt haben, und vielleicht ein Vogel daran weitergepickt hat. Das Loch geht übrigens durch den kompletten Stamm.
Auf der Rückseite sind 2 wohl schon ältere Löcher zu sehen.

Loch_im_Baumstamm - 2Inzwischen sind dort Ameisen am Werk. Ob das dem Baum schadet, oder wohl nicht, wie ich lese… Ich habe inzwischen einen Maschendraht rumgewickelt, und hoffe, das hält den Übeltäter davon ab, daran rumzupicken.

Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar!

Hach, ob er nächstes Jahr auch noch so schön dasteht? Apfelbaum - 1 Apfelbaum - 3

Kirschblüte im Regen

Ich mach ja Radltouren grundsätzlich nur mehr bei Regen. Naja, nicht so ganz freiwillig. Aber es hat sich inzwischen eingebürgert, dass sich der Himmel verdunkelt, sobald ich einen Radausflug mache. Radltour_April_2016 - 13Schon mehrere Tage in ununterbrochenem Regen habe ich die letzen Jahre radelnd verbracht. Man gewöhnt sich dran. Ob ihrs glaubt oder nicht, nach ein paar Stunden vergisst man sogar manchmal, dass es regnet… Es darf nur nicht zu kalt werden.

Diesmal ist die Schwester extra angereist, um mal die Kirschblüte in Franken zu sehen, von der ich schon geschwärmt hatte.
Freitag abend ging es los und war das Wetter noch ganz schön.
Hier im Fürther Stadtpark blühts gerade an allen Ecken und Enden.

Radltour_April_2016 - 1
Dann übers Knoblauchsland, wo die Bauern grad viel zu tun haben, und man sich vor den vielen Traktoren in Acht nehmen muss.
Hier der Kirchhof von Kraftshof. Radltour_April_2016 - 2 Radltour_April_2016 - 3Noch im Garten von Schloss Neunhof vorbeigeschaut, wo es etliche kuriose Zwerge zu bestaunen gibt. Hier der Bratwurstzwerg. Eine reiche Patrizierfamilie hat sich hier wohl einen Spaß daraus gemacht, bekannte Persönlichkeiten als kauzige Zwerge im Park zu verewigen.Radltour_April_2016 - 4Dann weiter nach Kalchreuth. Hier kommt man schon gut ins Schnaufen, es geht kontinuierlich bergauf.
Oben wartet dann die Belohnung, die Kirschgärten. Hunderte, oder tausende Kirschbäume sind hier gerade am blühen.
Bei sonnigem Wetter ists natürlich noch viel schöner… wie hier vor zwei Jahren >klick<

Radltour_April_2016 - 5 Radltour_April_2016 - 6 Radltour_April_2016 - 7 Nach Nürnberg zurück gehts dann nur noch bergab. Das schafft man auch mit vollem Magen (Gasthaus 3 Linden, Kalchreuth).
Am nächsten Tag hofften wir inständig, der Regen am Morgen würde irgendwann aufhören. Hat er nicht.
Wir hatten allerdings noch Glück und wurden noch von den späteren Schnee- und Graupelschauern des nächsten Tages verschont.
Los ging die zweite Tour von Baiersdorf.
Eine Milchtankstelle und Käseautomaten kannten wir bisher auch nicht. Interessant.

Radltour_April_2016 - 8Der Käse wurde gleich als Proviant mitgenommen und zum Mittagessen verspeist.
Dann wollten wir über Schlaifhausen hoch zum Walberla, dem Hausberg der Franken. Hier sind schon einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich bin ja eher der Flußtal-Ebenen-Fahrer und quäl mich ungern einen Berg hoch. Die gebirgserprobte Schwester hat für unsere Berge nur ein müdes lächeln übrig. Ich vermute schon länger, ihr Mountainbike hat irgendwo einen Motor versteckt…

Offiziell heisst der Berg Ehrenbürg, aber hier nennt den niemand so. Es ist das Walberla.Radltour_April_2016 - 10 Radltour_April_2016 - 11Schön ist das weite Hochplateau, mit der kleinen Walpurgis-Kapelle. Den schönste Blick hat man vom gegenüberliegenden Rodenstein.
Den Berg runter gings dann deutlich schneller als bergauf😉
Bei schönem Wetter wären wir vielleicht noch ins Trubachtal gefahren, das haben wir uns aber für diesmal gespart.
Schön wars, aber froh waren wir dann im warmen Gasthaus einkehren zu können. (Gasthaus zur Sonne, Kirchehrenbach, sehr empfehlenswert!)
Die Strecke zurück zum Bahnhof Forchheim ist dann nur noch ein Klacks.
Radltour_April_2016 - 12Ich hoffe nur, den Bienen ist es nicht auch zu kalt, und das klappt dann auch noch mit dem Bestäuben der Kischbäume… wär echt schade.

Jetzt wird gesät

Hyazinthe - 1Die letzten Tage und Wochen ist hier im Kleingarten schon einiges geschehen.
Mit dem herrichten der Beete bin ich noch nicht ganz fertig, aber ich habe schon einiges gesät.
Einen Gartenplan habe ich bisher noch nie gemacht, obwohl es immer empfohlen wird. Aber ich bin nicht so der Planer…
Ich fang halt irgendwo an,  mach dann einfach weiter und hoffe, für jedes Pflänzchen ein Plätzchen zu finden, was dann meist auch gelingt.
Natürlich versuche ich im großen und ganzen eine Art Fruchtfolge einzuhalten.
Anfangs säe ich aber erst mal auf einem einzigen Beet, damit sich das giessen dann auch lohnt.

Gesät wurde bisher:

  • Dicke Bohnen, auch Puffbohnen genannt. (Das sind die einzigen Bohnen, die man auch noch bei Frostgefahr säen kann, es ist im Gegenteil sogar besser, sie möglichst früh zu säen, also schon im März)
  • Karotten
  • Rettiche
  • Spinat wurde schon im Herbst gesät, jetzt aber nochmal auf den kahlen Stellen nachgesät
  • und immer da, wo noch etwas Platz ist, Radieschen.
  • Ausserdem wurden Zwiebeln und Schalotten gesteckt.

In der Wohnung gibts auch eine Anzuchtstation. Hier wurde im warmen gesät:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Kürbis
  • Kopfsalat
  • Basilikum
  • Monatserdbeeren (ok, die tragen wohl erst im zweiten Jahr)
  • und verschiedene Blumen, wie zum Beispiel sehr interessante Würztagetes vom Saatgutfestival im Januar. Die riechen sogar in getrocknetem Zustand noch sehr gut.
  • Ausserdem Cosmea, Sonnenauge, Sonnenhut.

    Würztagetes - 1

    Samen der Würztagetes

Hummelstein_März - 5 (1)Hummelstein_März8 - 1

Ein bisschen Sorge habe ich, dass mir die Gurken bis Mitte Mai zu groß werden…
zur Not müssen sie geschützt auf dem Balkon campieren.

In größeren Töpfen ziehe ich Dahlien vor. Ich musste neue kaufen, weil ich meine Dahlienwurzeln letztes Jahr im Werkzeugschrank vergessen hatte. Sie waren leider nicht mehr zum Leben zu erwecken.

Hummelstein_März - 7 (1)

Diese Dahlienknolle ist leider vertrocknet.

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Die sieht schon besser aus…

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Das Vorziehen der frostempfindlichen Dahlien hat den Vorteil, dass sie natürlich Mitte Mai schon einen größeren Wachstumsvorsprung haben, dadurch eher blühen, und vor allem, nicht mehr so leicht von den Schnecken ratzeputz niedergefressen werden. Im kleinen zarten Zustand sind sie natürlich ein besonderer Leckerbissen für die Schleimer…

Also hoffen wir das beste, und dass sich genügend Platz im Garten findet, um das ganze dann auch rauszupflanzen…

Aufräumarbeiten

Man kanns schon ein bisschen ahnen, der Frühling ist nicht mehr weit. Zum Glück sind auch die Tage wieder länger, ach, eine harte Zeit jedes Jahr für mich, wenn die Tage so kurz sind. Kaum macht man Sonntags nach dem Kaffeetrinken einen Spaziergang in den Garten, wirds auch schon wieder dunkel.

Aber jetzt ist Licht in Sicht! Hurra, und das Gartenjahr kann langsam beginnen.
(hier auf dem Blog tut sich dann hoffentlich auch wieder mehr)
Nachdem die Obstbäume schon den Winter über mit der neuen Baumsäge ausgelichtet wurden, beginnen jetzt bei mir im Garten die ersten „Aufräumarbeiten“.

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Der Winterling blüht, der Frühling kommt bald!

Ich lasse ja die Stauden komplett den ganzen Winter über stehen, einerseits um den Boden zu schützen, andererseits um dem Kleingetier Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten, bzw. damit auch dem ein oder anderen Vogel noch Nahrung.
Jetzt Ende Februar, fange ich aber an, alle stehengebliebenen Stängel abzuschneiden.
Nicht zuletzt deshalb, weil ja dann bald auch genug andere Arbeit zu tun ist, sobald der Boden abgetrocknet ist (bei uns hier auf dem durchlässigen Sandboden ist das schon sehr früh im Jahr der Fall). Dann können schon bald die Beete hergerichtet werden.

Die Äste vom Baum- und Strauchschnitt bringe ich übrigens nie zur Gartenabfallstelle, wär auch nicht so einfach ohne Auto.
Ich zerkleinere also alles, was dünn genug ist mit der Gartenschere in fingerlange Stückchen, die in den Kompost kommen. Ja, das ist eine meditative Aufgabe für faule Sonntagnachmittage… Wärmt übrigens auch an kalten Wintertagen die Finger😉

Garten_Frühjahr - 6Die übrigen Äste staple und schichte ich ganz gerne in einer ruhigen Ecke im Garten. Ich finde sogar, das sieht nicht mal schlecht aus. Man könnte es – mit etwas gutem Willen – sogar dekorativ nennen.

Garten_Frühjahr - 4Garten_Frühjahr - 2Garten_Frühjahr - 3 So gestapelt und geschichtet können die Haufen von mir aus länger liegen bleiben.
Hier schichte ich eine kleine Begrenzung zum Nachbargarten (naja, könnte man sicher noch schöner machen… Später wachsen hier die Himbeeren und man sieht eh nichts mehr.)
Garten_Frühjahr - 7Ich wurde sogar schon für dieses „Kunstwerk“ im Kübel gelobt, hihi, eigentlich hab ich hier die Äste nur in den Kübel gesteckt, damit sie nicht so rumkullern.Garten_Frühjahr - 1So wurde aus dem Provisorium eine Daueristallation😉
Also mir macht das Stapeln jedenfalls Spaß. Und die Käfer und Ohrwürmer werden sich auch freuen.
Und schon wartet die nächste Aufgabe:
Unkraut aus den Staudenbeeten entfernen. Vor allem dieses fiese Fingerkraut hier.

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Jetzt kann man das Fingerkraut noch gut erkennen und ausstechen, nach dem Motto: wehret den Anfängen. Sobald die Stauden austreiben und wachsen, wird das viel schwieriger.
Ihr merkt schon, ich bin schon nicht mehr zu bremsen…
möge das Gartenjahr beginnen!